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Hinweise auf Archive und Bibliotheken
Hinweise auf Archive und Bibliotheken Folgende Archive bzw. Teilbestände von Archiven sind für die Familienforschung in Ost- und Westpreußen von besonderer Bedeutung. Die hier aufgeführten Angaben zu den Beständen und deren Nutzung stellen lediglich eine Übersicht dar und geben eine Grundinformation. Ist eine eigene Forschung in den Archivbeständen beabsichtigt, empfiehlt sich vor Arbeitsaufnahme die Einsicht in das betreffende Nutzermerkblatt bzw. die veröffentlichten Verzeichnisse oder Bestandsbeschreibungen. Alle Angaben, insbesondere über Öffnungszeiten und Gebühren ohne Gewähr!
Evangelisches Zentralarchiv Bethaniendamm 29, 10997 Berlin Nutzermerkblätter können angefordert werden. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Das Archiv ist u.a. die zentrale Sammelstelle für das gesamte kirchengeschichtliche Material der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union in den historischen deutschen Ostgebieten. Den wichtigsten Bestand bilden dabei die bei Kriegsende geretteten Kirchenbücher. Dazu ist erschienen das "Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin. Teil I: Die östlichen Kirchenprovinzen der altpreußischen Union", 3. Auflage. Berlin 1992. Verlag: Evangelisches Zentralarchiv in Berlin. Seit Erscheinen dieses Buches haben sich nur sehr geringfügige Änderungen ergeben, die auf einem Korrekturzettel vermerkt sind. Zur Schonung der Originale sind die Kirchenbücher verfilmt. gedrucktes Bestandsverzeichnis Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin, Teil 1: die östlichen Kirchenprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union. - Herausgeber: Evangelisches Zentralarchiv in Berlin, 1992, 304 Seiten, ISBN 3-9801646-4-0 Benutzung Die Kirchenbücher bzw. ihre Verfilmungen können im
Lesesaal eingesehen werden. Genealogische Standardwerke, Ortsverzeichnisse usw.
stehen in der Handbibliothek des Lesesaales. Das Archiv übernimmt Sucharbeiten geringen
Umfangs. Die Sperrfristen für eigene Forschungen in den ostdeutschen Kirchenbüchern
betragen bei den Taufbüchern 110 Jahre, bei den Traubüchern 90 Jahre.
Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg St. Petersweg 11-13, 93047 Regensburg Nutzermerkblätter können erbeten werden. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Das Archiv verwahrt aus unserem Forschungsgebiet die ausgelagerten katholischen Kirchenbücher der Bistümer Danzig, Ermland und Kulm aus der Zeit vor ca. 1880. Ein Bestandsverzeichnis ist nicht käuflich, es kann im Lesesaal eingesehen werden. Voranfragen zu den Beständen werden kostenlos beantwortet. Benutzung Die Kirchenbücher können vor Ort in Form von Verfilmungen persönlich eingesehen werden. Lesegeräte sind ausreichend vorhanden. Genealogische Literatur und Nachschlagewerke stehen im Lesesaal zur Verfügung. Außerdem nimmt das Archiv Suchaufträge an, jedoch aus Kapazitätsgründen nur über maximal eine Stunde Arbeitszeit pro Einzelauftrag. Öffnungszeiten Mo.-Mi. 09.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr, Anmeldung Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die Kirchenbuchverfilmungen werden ohne Wartefrist ausgegeben. Gebühren Bei persönlicher Einsichtnahme Euro 5,- pro Tag für Kirchenbücher von zwei Pfarreien (jede Pfarrei mehr zusätzlich Euro 1,50) oder Euro 20,- pro Woche. Kopien vom Mikrofilm pro Seite DIN A-4 Euro 5,-. Bei Suchaufträgen Euro 50,- pro Arbeitsstunde.
Sächsisches Staatsarchiv Leipzig Abteilung Deutsche Zentralstelle für Genealogie Nähere Information zu DZfG: DZfG (Deutsch) / DZfG (English) Nutzermerkblätter können angefordert werden. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Die Zentralstelle verfügt über die ab 1934 aufgenommenen Mikrofilme deutscher Kirchenbücher von den Anfängen bis zum Jahr 1874. Die Provinzen Ost- und Westpreußen sind in diesen Verfilmungen enthalten. Im zweiten Weltkrieg ist ein geringer Teil der Filme verloren gegangen. Als Buch ist dazu erschienen "Bestandsverzeichnis der Deutschen Zentralstelle für Genealogie Leipzig, Teil I. Die Kirchenbuchunterlagen der östlichen Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen, Pommern und Schlesien", 3. Auflage. Neustadt/Aisch 1997. Verlag Degener & Co. Daneben verwahrt die Zentralstelle eine Sammlung von rund 700 Ortsfamilienbüchern, ferner die Ahnenstammkartei des Deutschen Volkes mit ca. 1,3 Mio. Karteikarten und einer Ahnenlistensammlung mit rund 6.000 Ahnenlisten. Sie führt außerdem einen Katalog der Personalschriften und Leichenpredigten mit über 100.000 verzeichneten Drucken. gedrucktes Bestandsverzeichnis Bestandsverzeichnis der
Abt. Deutsche Zentralstelle für Genealogie Leipzig (DZfG) im
Sächsischen Staatsarchivs Leipzig, Teil 1: die Kirchenbuchunterlagen der östlichen
Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen, Pommern und Schlesien. Benutzung Die Bestände sind vor Ort nutzbar. Die Zentralstelle verfügt über eine große Spezialbibliothek, aus der in den Lesesaal ausgeliehen wird. Alle Ausgaben erfolgen an den Öffnungstagen jeweils bis 13.00 Uhr. Auskünfte aus den Archivbeständen werden nur in eng begrenztem Rahmen erteilt. Öffnungszeiten Mo, Di 08.00 - 16.00 Uhr, Mi, Do 08.00 - 18.00 Uhr, Fr 08.00 - 13.00 Uhr. Anmeldung Eine Anmeldung zur Reservierung eines Arbeitsplatzes, insbesondere zum Filmelesen wird dringend empfohlen.
Deutsche Dienststelle (WASt) Eichborndamm 179, 13403 Berlin Nähere Informationen zu WASt im Internet: http://www.dd-wast.de Keine Nutzermerkblätter. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Sehr umfangreiche Sammlungen (mehrere hundert Mio. Einzelmeldungen) zum Schicksal der Wehrmachtsangehörigen, des Wehrmachtsfolgepersonals und der Angehörigen sonstiger bewaffneter deutscher Kräfte im zweiten Weltkrieg. Kern der Bestände sind die Verlustmeldungen und die Meldungen zu den Erkennungsmarkenverzeichnissen von Heer, Luftwaffe und Marine. Sie sind um vergleichbare Meldungen zu Polizeiverbänden, Waffen-SS, Reichsarbeitsdienst, Volkssturm und Organisation Todt ergänzt worden. Hinzu kommen u. a. Personalunterlagen, Unterlagen der Kriegsgegner zu deutschen Kriegsgefangenen, Heimkehrerlisten, die Zentralgräberkartei und Ordensverleihungen. Bestände aus der ehem. DDR und aus der ehem. UdSSR sind in Bearbeitung. Zum Ersten Weltkrieg liegen u. a. 900.000 Grabmeldungen über Gefallene vor. Keine Kataloge, aber Arbeitsberichte, die auch über Bestände informieren. Benutzung Keine selbständige Arbeit möglich. Recherchen werden durch das Archivpersonal auf Anfrage durchgeführt. Auskünfte werden in der Regel nur an Behörden und Angehörige erteilt. Es gibt Einschränkungen bei Auskünften zu Personen, deren Tod weniger als 30 Jahre zurückliegt. Öffnungszeiten (Sprechzeiten für mdl. Auskunft) Mo -Do 09.00 -14.00 Uhr, Fr 09.00 -13.00 Uhr Gebühren Gebühren nur für Abschriften und Fotokopien, nicht für Sucharbeiten.
KrankenbuchlagerLandesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) Das beim LAGeSo angesiedelte Krankenbuchlager ist seit 1965 die zentrale deutsche Sammelstelle für die Krankenunterlagen aus beiden Weltkriegen sowie für die Versorgungsunterlagen der damaligen Reichsversorgungsdienststellen. Das Krankenbuchlager betreibt die Ermittlung und Auswertung dieser Krankenakten einschließlich der Archivierung und Registrierung. Nach der Wiedervereinigung wurden auch Versorgungsakten und personenbezogene Einzelurkunden sowie Kranken- und Sektionsbücher aus der ehemaligen DDR übernommen. Im Archiv sind vorhanden:
Für eine Personenermittlung sind als Angaben unbedingt notwendig:
Es werden Gebühren erhoben.
AnsprechpartnerReferat III A - Krankenbuchlager Telefax: 030 46302-189 Sprechzeiten:
Kirchlicher Suchdienst HOK-Zentrum Stuttgart, Rosenbergstraße 52 B, 70176 Stuttgart Keine Nutzermerkblätter. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Die Heimatortskartei Nordosteuropa ist Teil der Heimatortskarteien der kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Sie umfasst, neben anderen Gebieten, Daten zu den am 1.9.1939 in Ost- und Westpreußen gemeldeten Personen und die seitdem eingetretenen Veränderungen bis zur Umsiedlung in das heutige Deutschland. Die Karteien umfassen für Ostpreußen rund 2,4 Mio. und für Westpreußen rund 1,1 Mio. Personen. Gesammelt werden neben Personenstandsdaten auch Daten zu Beruf und Vermögensverhältnissen. Die Karteien sind ursprünglich ortsorientiert angelegt. Mit Einführung der Datenverarbeitung sind Recherchen in vielerlei Hinsicht möglich. Keine Kataloge, aber 40-seitige Informationsschrift für Behörden. Benutzung Keine selbständige Arbeit möglich. Die Heimatortskartei Nordosteuropa gibt keine Personen-Auskunft mehr. Die Datenbestände sind mit der HOK Südosteuropa in Stuttgart zusammengelegt worden. Suchanfragen sind an die obige Anschrift zu richten. Gebühren Keine Gebühren.
Vermisste und gefallen Soldaten / Personen 1939-1945 Verein zur Klärung von Schicksalen Vermißter und Gefallener Mehr als 1.000.000 deutsche Soldaten gelten auch noch nach über 60 Jahren als vermisst. Sie liegen in den Wäldern Ostdeutschlands, der Wüste Afrikas, in den Weiten Russlands und in vielen anderen Ländern, teilweise wo sie gefallen sind, verscharrt. Der VKSVG e.V. hat sich zum Ziel gemacht unterstützend bei der Vermisstenforschung und Gefallenenbergung mitzuhelfen. Suche unter: http://www.vermisst-gefallen.net/such.asp
Standesamt I in Berlin Rückertstraße 9, 10119 Berlin Keine Nutzermerkblätter. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Das Standesamt I erfüllt unterschiedliche Zentralaufgaben für das deutsche Personenstandswesen. Neben anderen Beständen liegen dort gerettete Akten der früheren deutschen Standesämter in Ost- und Westpreußen. über diesen Teil der Bestände informiert das Buch "Standesamtsregister und Personenstandsbücher der Ostgebiete im Standesamt I in Berlin, Gesamtverzeichnis für die ehemaligen deutschen Ostgebiete, die besetzten Gebiete und das Generalgouvernement." Frankfurt/Main 1992. Verlag für Standesamtswesen. gedrucktes Bestandsverzeichnis Standesregister und Personenstandsbücher
der Ostgebiete im Standesamt I in Berlin, Gesamtverzeichnis für die ehemaligen deutschen
Ostgebiete, die besetzten Gebiete und das Generalgouvernement. Benutzung Erstellung von Personenstandsurkunden und Erteilung von Auskünften erfolgen bei Anfragen zur eigenen Person und bei Anfragen des Ehegatten und der direkten Vor- oder Nachfahren. Es werden wegen Arbeitsüberlastung nur Suchaufträge angenommen, wenn sehr genaue Angaben möglich sind, z.B. vollständiger Name, genaue Ortsangabe, Angabe mindestens von Monat und Jahr des beurkundeten Ereignisses. Darüber hinaus können eigene Recherchen bei rechtlichem Interesse, z.B. bei der Verfolgung von Ansprüchen, gestattet werden. Familienforschung allein begründet kein rechtliches Interesse. Öffnungszeiten (Sprechzeiten für mdl. Auskunft) Mo. u. Di. 9 bis 12 Uhr, Do. 14 - 17 Uhr. Gebühren Gebühren richten sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen. Aktuelle Angaben werden nicht gemacht. Bezahlung erfolgt nach vorheriger Rechnungsstellung.
Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz Nutzermerkblätter können erbeten werden. Bestände, Kataloge, Veröffentlichungen Das Bundesarchiv verfügt neben den Beständen in Koblenz über mehrere Abteilungen und Außenstellen in anderen deutschen Städten. Von den Veröffentlichungen sind in erster Linie die Findbücher, bis 1996 sind 55 Bände erschienen, von Belang. Für die Familienforschung sind besonders folgende Bestände von Bedeutung: a. Ehemaliges "Berlin Document Center", jetzt
Gesammelt wurden hauptsächlich Personalunterlagen von Mitgliedern der NSDAP, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände. Besonders die SS-Personalakten enthalten meist Abstammungsnachweise bis 1800 bzw. 1750. b. Lastenausgleichsarchiv, zu erreichen unter Vorhanden sind auf 46.000 lfd. Metern die Akten der Lastenausgleichsverwaltung und eine Ost-Dokumentation. Benutzung Das Archivgut unterliegt einer Sperrfrist von 30 Jahren. Archivgut, das sich auf Personen bezieht, darf erst 30 Jahre nach dem Tod des Betroffenen durch Dritte benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 110 Jahre nach der Geburt des Betroffenen. Öffnungszeiten Bundesarchiv Berlin, Finckensteinallee Bundesarchiv Bayreuth, Justus-Liebig-Straße Gebühren Keine Benutzungsgebühren. Kosten für Kopien oder Verfilmungen müssen erfragt werden.
Martin-Opitz-Bibliothek Berliner Platz 5, D-44623 Herne Die Martin-Opitz-Bibliothek (Zentrale ostdeutsche Bibliothek; früher: "Bücherei des deutschen Ostens") in Herne verfügt über eine bedeutende Sammlung auch familienkundlich relevanter Literatur, darunter alle Schriften des Vereins, und leiht ihre Bücher im Postwege aus; es existiert ein entsprechender käuflicher Katalog.
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