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Riesige Transitstraße würde Masuren zerschneiden

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www.ratujmymazury.pl Das Logo der sympathischen polnischen Aktionsgemeinschaft zum Erhalt der masurischen Naturlandschaft, die täglich mehr Anhänger gewinnt.

Gewaltiges Straßenbauprojekt droht wertvolle Landschaft in Masuren zu zerstören

(Mrągowo – Ełk) - Das Schnellstraßenprojekt S16 durch das Land der Großen Masurischen Seen im Abschnitt Mrągowo – Ełk zerstört Natur und Umwelt in einer der schönsten Naturlandschaften Europas. Mit einem dringenden Appell zum sofortigen Stopp haben jetzt polnische Naturschützer auf den unwiderruflich drohenden Schaden für Menschen und Umwelt in einem der wertvollsten Naturräume Masurens hingewiesen.

In einem der Aufrufe heißt es, alle drei der zur Zeit diskutierten Alternativen dienten ausschließlich wirtschaftlichen Interessen. Tatsächlich dienen die Pläne zum Ausbau der Schnellstraße S16, die Wirtschaftsräume Russlands, Weißrusslands und der baltischen Republiken besser an die Wirtschaftszentren Westeuropas anzubinden. „Täglich bis zu 22.000 Autos, darunter viele Lastwagen“ sollen in wenigen Jahren über diese Route fahren. Die Große Masurische Seenplatte, von unschätzbarer Bedeutung für den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen und als eine der attraktivsten Landschaften für Touristen die meistbesuchte Region in Polen, würde nachhaltig geschädigt. Zahlreiche Lebensräume geschützter Pflanzen- und Tierarten und eine einzigartige Landschaft würde durch die Schnellstraße zerstört.

„Die geplante Straße kreuzt viele Gebiete von Natura 2000, mehreren Landschaftsschutzgebieten und dem Masurischen Landschaftspark, der in Zukunft zum Masurischen Nationalpark werden soll“, oder sie verlaufe in unmittelbarer Nähe. In Gefahr sei unter anderem der bedeutendste Rückzugsraum der europäischen Sumpfschildkröte in Nordpolen und am See Łuknajno, das UNESCO-Biosphärenreservat und Naturschutzgebiet Jeziorko bei Drozdowo.

Ein großer Teil der masurischen Bevölkerung sei mit der geplanten Schnellstraße nicht einverstanden, so die Naturschützer: „Für die polnische Natur, aber auch für die zum größten Teil vom Tourismus lebenden Gemeinden vor Ort kann der Bau dieser Straße fatale Folgen haben. Die Umsetzung einer der Varianten wird sich negativ auf die Entwicklung des attraktiven touristischen Angebots der Region aufgrund der Natur und der einzigartigen Landschaft auswirken. Die geplante Schnellstraße S16 wird den Bewohnern oder Touristen, die am häufigsten aus dem Südwesten oder Süden nach Masuren kommen, d. h. aus Warschau, Masowien, Schlesien und Kleinpolen, keine nennenswerten Dienste leisten.“

Die Forderungen der polnischen Umweltschützer:
- Weitere Arbeiten an den derzeit vorgeschlagenen drei Varianten der Schnellstraße S16, die zur irreversiblen Zerstörung des Landes der Großen Seen führen werden, werden eingestellt.

- Modernisierung und Erneuerung des bestehenden Straßennetzes, um es sicherer und bequemer zu machen.

- Vorbereitung eines alternativen Projekts in Absprache mit den örtlichen Gemeinden und lokalen Behörden, das hauptsächlich den Transitverkehr aus dem Herzen von Masuren ausschließt.

Wer mehr über diesen Verkehrsmoloch erfahren möchte, der da auf Masuren zurollt, der erfährt kann sich hier informieren:


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(cg)